Erdbestattung


Ursprünglich war die Beerdigung des Verstorbenen der Familie übertragen, wobei die übliche Form der Totenbestattung das Versenken des Körpers in die Erde war. Um dabei den Verstorbenen vor der Erdberührung zu schützen, wurde er in Tierhäute, in Matten oder in Leichentücher u.a.m. eingehüllt oder in einen Sarg gebettet, der aus Holz, Ton oder Stein gefertigt sein konnte. Mit dem Aufkommen des Christentums wird das Bestatten der Toten als Werk der Barmherzigkeit eine Aufgabe der christlichen Gemeinde, die damit an die Stelle der Familie tritt. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Holzsarg bei Erdbestattungen allgemein gebräuchlich. Nach den derzeit geltenden Bestimmungen ist jeder Leichnam in einem dichtschließenden Sarg zu bestatten.